Einige Hersteller von Champagner erkannten schon in der Belle Epoque, also in den 1930er-Jahren, dass Champagner auch mit den Mitteln der Kunst erfasst werden kann. Bekannte Künstler und Grafiker dieser Epoche entwarfen Etiketten, Plakate, Speisekarten und Postkarten. Der Reigen an Beispiele sei mit dem Hause Delbeck begonnen, welches Künstler wie Klimt, Muchas, Cappiello, Ergé, Gallé, Andreis, Chatin, Tristan Bernard und Benjamin Rabier erfolgreich engagierte. „Belle Epoque“ Plakate zum Thema Champagner sind bis in die heutige Zeit unter Kunst- und vor allem Champagner Liebhabern als dekorative Poster auf der ganzen Welt hoch begehrt.

Als erstes Bespiel seien Flaschen des Unternehmens Bruno Pillard genannt, für welche die Etiketten von Frankreichs beliebtesten Kunstschaffenden „designed“ wurden. Es handelt sich dabei um insgesamt zwölf Flaschen.

Besonders bemerkenswert sind „Collectionsflaschen“ aus dem Hause Taittinger. Hierbei handelt es sich um Flaschen, welche seit 1978 bei einem sehr guten Jahrgang hergestellt werden. Seit 1983 haben neun Künstler je eine Flasche entworfen. Die ersten sechs Flaschen wurden von Vasarely 1978, Aarman 1981, Masson 1982, Viera da Silva 1983, Lichtenstein 1985 und von Hartung 1986 gestaltet. Die letzen drei Flaschen von den Künstlern ImaÏ, Corneille und Matta.

Für den Jahreswechsel von 1999 auf 2000, konnte vom Haus Veuve Cliquot die Künstlerin Elisabeth Rubin gewonnen werden, einen Koffer aus Acrylglas zu entwerfen. Dieser eignete sich dazu wahlweise eine 1,5- oder eine 3 Liter Flasche aufzunehmen. Die Flasche war in diesem Koffer an zwei Riemen aus echtem Leder befestigt. Und Frankreichs Modeschöpfer Jean Paul Gaultier entschied sich dazu, eine Flasche in ein rotes Korsett zu „kleiden“.

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